Meine Meinung zu Social Media

Social Media ist natürlich allgegenwärtig und in der heutigen Zeit nicht mehr weg zu denken. Viele Unternehmen beugen sich dem Druck und spielen deshalb irgendwie mit, um auch dabei zu sein, aber selten mit dem notwendigen Spaß sowie Motivation und noch seltener mit der wirklichen Ahnung über die Spielregeln.
Deshalb eines vorweg, ich bin kein Social Media Experte, deshalb gibt es hier keine fachlich komplett korrekten Aussagen, dafür aber Subjektivität vom Feinsten.
Auch als Nicht-Experte verfolge ich das Geschehen auf diversen Plattformen und bekomme immer wieder die Frage ob und wo jemand / ein Unternehmen vertreten sein soll.

Überall und nirgends

Die einen sagen, Social Media, da musst du unbedingt dabei sein. Die anderen sagen, Social Media, ach brauchst du nicht. Ich denke wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.

Ich gebe euch deshalb einen kleinen äußerst subjektiven Einblick über meine Sicht auf Social Media, obgleich ich mir bewusst bin, dass wirkliche Profis in diesem Bereich sich an die Stirn fassen und mit den Augen rollen werden.

Xing

– Das (einst) deutsche Vorzeige-Businessnetzwerk –

Empfehlung: Nein, maximal noch für Events

Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber für mich ist Xing tot. Einst Führer im DACH-Raum, wurden sie aber mit der Internationalisierung von LinkedIn gnadenlos überrollt und Xing hat es einfach nicht geschafft, sich weiterzuentwickeln und Schritt zu halten.
Immerhin funktioniert Xing im Bereich der Events noch recht gut. Es gibt viel Präsentationsmöglichkeiten inkl. Ticketverkauf. Vielleicht ist das die Zukunft von Xing. Ansonsten ist Xing eher etwas für Netzwerkfaule, denn 1x pro Woche reinschauen reicht völlig aus, ohne das Gefühl zu bekommen, etwas verpasst zu haben.

Facebook

– Der Branchenriese mit fragwürdiger Zukunft –

Empfehlung: bedingt

Gegen alle Unkenrufe muss man klar sagen, Facebook lebt und das über Jahre hinweg sehr stabil. Dass was Facebook aber nicht geschafft hat, ist, seine Zielgruppe zu erneuern oder verjüngen. Denn hier sind in den letzten 15 Jahren die Nutzer einfach mitgewachsen, sodass in Facebook aktuell die Generation 35+ anzutreffen ist.
Wenn das für dich passt, dann perfekt. Ebenfalls funktioniert auf Facebook der Bereich der bezahlten Werbeanzeigen super gut, weil sich Facebook natürlich sehr gut in den Interessen seiner Nutzer auskennt und somit Werbung sehr passgenau platziert werden kann.

Instagram

– Authentizität aber auch Hochglanz und Emotionen –

Empfehlung: Ja

Im Vergleich zu Facebook, bedient Instagram eher die jüngere Zielgruppe von 20 bis 35 Jahren. Instagram funktioniert dabei auch anders. Hier geht es verstärkt um Bilder, Emotionen, Geschichten und Persönlichkeit. Dadurch, dass hinter jedem Unternehmen, Produkt oder jeder Marke auch immer Menschen stehen, ist es genau das, wie jeder Instagram für sich nutzen kann. Richtig umgesetzt ist Insta ein absoluter Hebel für das eigene Business. Aber mit einmal pro Woche für 10 Minuten ist es hier nicht getan, sondern eher 20-60 Minuten täglich. Waaaas? Leider ja.

TikTok

– Der Überflieger aus Fernost –

Empfehlung: leider keine Erfahrung

Auch für diesen Newsletter konnte ich mich nicht durchringen, mich bei TikTok anzumelden. Die Resonanz von anderen fällt aber sehr positiv aus. TikTok ist eher ein Netzwerk, welches in Richtung Instagram einzuordnen ist und unglaublich schnell wächst. Zu beachten ist dabei, dass es ein chinesisches Produkt ist und schon einige Kritik in Sachen Datenschutz und Co einstecken musste. (Ja noch mehr als Facebook)

LinkedIn

– Facebook fürs Business mit viel Potenzial und ohne Cat-Content –

Empfehlung: klares ja

LinkedIn erfreut sich speziell in Deutschland immer größerer Beliebtheit, und dass zu Recht. Bis jetzt sind alle Mitglieder und auch Inhalte sehr seriös und absolut auf Business ausgerichtet. Kein ich-sitze-auf-dem-Klo oder hier-schau-mal-mein-Mittagessen Bullshit, sondern Neuerungen, Angebote, Konversationen, Austausch und reales Networking. LinkedIn bekommt von mir einen klaren Daumen hoch für jede Art von Unternehmen.

Twitter

– Nachrichtenflut (News-Bullshit) auf 280 Zeichen –

Empfehlung: bedingt

Twitter nutze ich nicht und habe dort seit vielen Jahren nicht mehr aktiv hineingeschaut. Dabei hat mich Twitter noch nie überzeugt, dennoch gibt es eine breite und stabile Nutzerschaft (inkl. Donald Trump). Es dient eher der schnellen und kurzweiligen Kommunikation als für lange, gut recherchierte, emotional ansprechende Inhalte.

Und der Rest?

Ja es gibt noch unheimlich viele andere soziale Netzwerke und auch Nischenplattformen. Bewusst gibt es hier nur meine Statements zu den „wirklich Großen“.

Fazit:

Grundlegend kann man sagen, dass es eigentlich egal ist, auf welcher sozialen Plattform ihr unterwegs sein wollt, aber wählt eine aus, geht in die Tiefe und bedient das Netzwerk wirklich gut und seid aktiv, oder lasst es komplett. Punkt.

Macht bitte nicht den Fehler und seid auf allen irgendwie ein bisschen aktiv und postet mal hier mal dort etwas.

Speziell im geschäftlichen Bereich sehe ich eine klare Zukunft für LinkedIn und Instagram:

  • LinkedIn – sachlich, gut aufbereitete und recherchierte Themen und Inhalte
  • Instagram – Reichweite und Verkauf über Emotionen und Persönlichkeit

In diesem Sinne, ich freue mich auf eine Vernetzung mit euch:
www.linkedin.com/in/micha-freudenberg

Beitrag vom 07.07.2020

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